PHILOSOPHICAL PUBLICATIONS 2013

Abstracts in English or German


 

 

Basil Dimopoulos: "The existential singularities of childhood"

ABSTRACT

The main aim of the present study consists in eliminating the existential singularity of childhood reflected in our entrance into this very world, about which we have not been asked, we have not been biologically supplied, as well as we have not chosen its social / cultural features. It’s about a problem that we are called to handle as children by a means of a huge range of possibilities that we seem free to adopt or to deny. Nevertheless, whatever we will do we will get into debt with a decision that we are unacquainted, not only with the degree of our personal participation in its taking but also with the fate it has in store for us in the future.

 

 

 

Johann Tzavaras: Existentielles und denkerisches Werden bei Kierkegaard

ZUSAMMENFASSUNG

A) Die meisten philosophischen Werken Kierkegaards wurden unter Pseudonymen veröffentlicht, die verschiedene Persönlichkeiten und entsprechende Aspekte repräsentieren; es ist daher notwendig, die jeweiligen Begriffe nach “Schriftsteller” getrennt zu lesen und nicht die falsche Voraussetzung zu akzeptieren, dass es um Meinungen Kierkegaards selbst handelt.

B) Gemäß seiner frühen Einsicht drei existentieller “Stadien” (ästhetisch – ethisch – religiös) fasst Kierkegaard das religiöse Stadium wie ein Maßstab der übrigen auf, denn das Religiöse setzt die Entscheidung für den Glauben voraus und interessiert sich persönlich nicht für den Übergang zu ihm. Demgemäß läßt sich die vorliegende Arbeit in einem ersten Teil gliedern, wo die Gedanken der mehr oder weniger ungläubiger Schriftsteller erscheinen, die ein persönliches Interesse für das Wie (= das Setzen) des “qualitativen Sprungs” haben, und in einem zweiten Teil, wo die Gedankenwelt des späten Pseudonymen Johannes Anti-Climacus ausgestellt wird, der vom streng christlichen Aspekt (vom “Gesetzten”) her die tödliche Krankheit ausprüft, die das menschliche Geschlecht im Ganzen plage.

C) Der kierkegaardsche Begriff des existentiellen Werdens ist beeinflußt vom Aristotelischen Begriff der Bewegung als ein Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit; er ist aber auch beeinflußt vom platonischen Begriff der plötzlichen (“sprunghaften”) Veränderung als ein Augenblick, der die Wahrheit offenbart. Aufgrund dieser Begriffe übt Kierkegaard eine scharfe Polemik gegen das “dialektische Werden” aus, ein methodisches Instrument der hegelschen Logik, das der Däne für völlig falsch hält. Einzig gültig ist nach Kierkegaard das existentielle Werden, das rein denkerische Werden dagegen eine Verlogenheit.

 

 

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